Depot
Was ist eigentlich ein Depot und wozu wird es verwendet? Bei einem Depot handelt es sich um eine Möglichkeit zur Aufbewahrung für alle Arten von Wertpapieren. In der Regel wird ein Depot für Wertpapiere zweifach geschützt, einmal mit Hilfe der Nummer vom Depot in Form einer Zahlenreihe und ein anderes Mal mittels des korrekten Namens des Depots. Beim einem Depot mir Nummern, ist dem sogenannten Verwahrer zwar der Besitzer und Eigentümer bekannt, aber dieser bleibt aber stets bei jedem Schriftverkehr unerkannt.
Das offene und geschlossene Depot
Es werden zwei Typen von Depot für Wertpapiere differenziert: das sogenannte offene und das geschlossene Depot.
Das offene Depot
Die Arten der offenen Depots sind: die sogenannte Girosammelverwahrung, die GS-Verwahrung oder Sammelverwahrung und die Streifbandverwahrung oder auch Sonderverwahrung genannt.
Depot Girosammelverwahrung
Bei der Girosammelverwahrung, welche heutzutage die am meisten genutzte Variante ist, um Wertpapiere aufzubewahren, ist für jedes Unternehmen, welches an der Börse tätig ist, nur genau eine Aktie in Form einer Sammelurkunde in Papierformat da, welche in einem Safe oder einem speziellen Fach in der Bank aufgehoben wird. Der sogenannte Zentralverwahrer, also die Bank, bei der das Depot geführt wird, sichert die Informationen darüber, wem welcher Anteil der sogenannten Sammelurkunde gehört. Der Zentralverwahrer hat in der Regel ganz nahe bei den Börsen Server, die unterirdisch aufgestellt sind, wo dann die wichtigen Informationen gesichert werden. Wegen der Sicherheit gibt es keine Informationen über die exakten technischen Details sowie den Standort.
Jedes Jahr erhält der Besitzer und Eigentümer vom Depot einen Auszug, wo man alle die Stückzahl sowie den Wert der sämtlichen Anlagen sehen kann. Die Angaben zu allen Depots, die Wertpapierwaren verwahren, werden für viele Banken in einem Bundesland auch bei dem sogenannten Zentralverwahrer gespeichert. Sobald sich der Eigentümer bei Wertpapieren, die in einer Sammlung verwahrt werden, ändert, wird der Wechsel des Eigentümers in der Buchhaltung der Bank, wo das Depot ist, nachvollzogen.
Depot Streifbandverwahrung
Die Streifbandverwahrung gewährleistet jedem, der seine Wertpapiere in diese Form aufbewahrt, das Recht auf die gleichen Stücke, die er zur Aufbewahrung gegeben hat. Mit Hilfe einer speziell markierten Schleife aus Papier werden diese von den anderen Beständen unterschieden. Derjenige, der das hinterlegt hat, sollte ausdrücklich die Order zur Verwahrung in Streifbandform möglicher Wertpapiere aufgeben.
Bei den Namenspapieren ist es zum Beispiel so, dass diese immer in der Streifenbandverwahrung aufbewahrt werden müssen, da die abweichenden Verwertungsmöglichkeiten niemals ein ähnliches gemeinsames Eigentum für die Form der Sammelverwahrung besteht.
Geschlossenes Depot
Bei einem geschlossenen Depot bietet die Bank immer nur einen Geldschrank für die effektiven Stücke an. Der Kunde selbst muss alle Verwaltungstätigkeiten übernehmen. Ein geschlossenes Depot ist einem Schließfach in einer Bank sehr ähnlich.
Wenn eine Depotbank von einer Insolvenz betroffen ist, dann wollen die Bankkunden, die bei dieser Bank ihre Wertpapiere verwahren, auch wissen, was dann damit passiert. Im Großen und Ganzen kommt es auch die Art und Weise der Verwahrung an. Die Girosammelverwahrung, die Streifbandverwahrung oder Wertrechtverwahrung sind nicht von der Insolvenz der Depotbank betroffen. Denn die Depotbank ist nur der Besitzer der Wertpapiere und nicht deren Eigentümer. Man kann also bei der Aussonderung von der Depotbank seine Wertpapiere heraus verlangen.
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